Sehenswürdigkeit Bamberg
Tattermannsäule
Der Nabel der Welt
W3W:
bemerken.angegeben.saubere
Geo-Koordinaten: 49.89115427128613, 10.882400579533561
Die Tattermannsäule in Bamberg wird auch als der Nabel der Welt oder Nabel des Reiches (lat. umbilicus imperii) bezeichnet.
Bamberg war die Lieblingsresidenz von Heinrich II. und auf dem Domplatz wurde hier der Mittelpunkt des Reiches bestimmt. Früher handelte es sich um eine echte Säule, die nach oben ragt. Sie soll 8,42 Meter hoch gewesen sein und eine Christusfigur enthalten haben, deren Höhe 1,74 Meter groß war. Die Säule hatte an ihrem Fuß drei Stufen oder Ebenen, ragte dann einige Meter glatt nach oben. Oben war eine verzierte Spitze und ganz oben prangte die Christusfigur. So ist es den Zeichnungen aus 1777 und 1779 grob zu entnehmen.
Für die Bezeichnung Tattermannsäule gibt es verschiedene Interpretationen, eine davon ist die des tattrigen Mannes, weil die Christusfigur stark verwittert gewesen sein soll.
Heute ragt am Domplatz keine Säule mehr empor, da sie wegen Baufälligkeit am 3. Januar 1779 abgerissen wurde.
Zur Tausendjahrfeier des Bistums Bamberg in 2007 wurde am Domplatz aber eine negative Säule, die in den Boden hineinragt, installiert. Es handelt sich um ausgehöhlten Granit, der die Form eines Haus hat und an der Stelle der ursprünglichen Tattermannsäule in den Boden eingelassen ist.
Viele Menschen übersehen bei ihrem Besuch auf dem Domplatz gerne dieses eher unscheinbare Denkmal und wissen gar nicht um seine Bedeutung. Können sie doch hier einmal selbst im Mittelpunkt des Reiches, im Nabel der Welt, stehen.